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Pressespiegel zur Bürgermeisterwahl am 05.06.2016

Das Presseecho zur Kommunalwahl am 05.06.2016 geht auch auf die vergleichsweise geringe Wahlbeteiligung in Dobitschen ein. Man lag mit ca. 45% ein ganzes Stück unter dem Landesdurchschnitt und das bei einer wichtigen Weichenstellung für die (noch eigenständige) Gemeinde.

Es bleibt die Hoffnung, dass in zwei Wochen die Wahlbeteiligung höher liegt, auch weil da keine leeren Zettel ausgegeben werden, sondern mit Bernd Franke und Egon Steinicke zwei Kandidaten vermerkt sein werden.



Dobitschen muss in die Stichwahl

Der Wahlsonntag in ­Dobitschen beginnt ­gemächlich. Pünktlich um 8?Uhr öffnet das Wahllokal in der Teichstraße. Nur vereinzelt kommen die Wahlberechtigten. Am Ende steht fest: Es wird eine Stichwahl geben.

Dobitschen/Kreis Altenburger Land. 23 Dobitschener müssen am Sonntag nicht den Weg ins Wahllokal gehen. Sie haben sich für eine Stimmabgabe per Briefwahl entschieden. Großer Andrang herrscht aber auch sonst nicht im Saal des Landgasthofs in der Teichstraße. Schlange stehen muss niemand vor den zwei Wahlkabinen. Auch wenn die Verweilzeit hinter den blauen Vorhängen wohl etwas höher ist als in anderen Wahllokalen. Denn in Dobitschen als einzige Gemeinde im Kreis Altenburger Land werden Stimmzettel ausgegeben, auf denen kein Kandidat vermerkt ist. In Dobitschen müssen die Wahlberechtigten selbst jemanden nominieren, den sie an der Gemeindespitze sehen. Jeder Wähler trägt eine wählbare Person (Nachname, Vorname, Beruf angeben) in das freie Feld ein., steht auf dem Zettel zu lesen.

Eine, die dem nachkommt, ist Sandy Schulze. Es muss ja in Dobitschen irgendwie weitergehen. Wenn man nicht wählt, kann man nichts erreichen. Deshalb ist es wichtig, wählen zu gehen, sagt sie. Nicht nur, weil in Dobitschen die Lage schwierig sei. Man sieht, dass hier viele Baustellen sind. Jetzt müssen wir erst mal das Bestmögliche versuchen. Der Bürgermeisterposten war in Dobitschen lang genug vakant, auch wenn nach dem Rauswurf des ehemaligen Gemeindechefs Olaf Heinke seit dem 1. Dezember 2015 der Beigeordnete Bernd Franke (Wählervereinigung SV Eintracht Dobitschen) die Amtsgeschäfte als Bürgermeister übernommen hat.

Mit der Wahl hat man eine Chance, mitzubestimmen, sagt Karin Vogel, neben Manuela Sörgel und Bettina Zauper eine der drei Wahlhelferinnen, die am Morgen die erste Schicht im Wahllokal übernehmen. Sie stehen auch dafür, dass es in Dobitschen viel ehrenamtliches Engagement gibt, wie auch Sandy Schulze sagt. So lädt der Dorf- und Förderverein am Samstag, 11. Juni, zur Beteiligung an einem gemeinsamen ehrenamtlichen Arbeitseinsatz zur Verschönerung des Dorfes ein, im April und Mai haben Ehrenamtliche den Spielplatz instandgesetzt ohne die Gemeindekasse damit zu belasten: Um das nötige Material zu finanzieren, wurden die Erlöse der Kindersachenbörsen eingesetzt.

Nicht repräsentative Umfrage vorab

Dennoch braucht Dobitschen einen neuen Bürgermeister dringender noch als die anderen 22 Orte in den Verwaltungsgemeinschaften (VG) des Kreises, in denen am Sonntag ein neuer Ortschef gewählt wird. Dobitschen hat vorab eine Umfrage gestartet. Bis zum 4. Juni nahmen 88 Menschen daran teil. Das Ergebnis der nicht repräsentativen Abstimmung ist online auf der Internetseite der Gemeinde zu lesen: 1. Egon ­Steinicke (21 Stimmen; 23,86 Prozent), 2. Steffen Meuche (17; 19,32), 3. Bernd Franke (13; 14,77), 4. Weiß nicht (11; 12,50), 5. Enrico Graupner (6; 6,82), 5. Wie weit will denn unser Dorf noch sinken, das ist doch niveaulos. (6; 6,82), 7. Olaf Heinke (3; 3,41), 8. Ich gehe nicht wählen (2; 2,27), 12. sowieso schon wieder abgekartetes Spiel...neuer Bürgermeister und neuer Gemeinderat wäre sinnig (1; 1,14).

Dobitschen, 18 Uhr, die Auszählung beginnt unter Aufsicht des Wahlausschussvorsitzenden Bernd Franke. Er zählt allerdings die Stimmzettel nicht mit aus. Zwei Stapel haben ungefähr die gleiche Stärke. Bernd Franke erhält 52 Stimmen (28,7 Prozent) und Egon Steinicke 49 Stimmen (27,1 Prozent) also keiner der beiden kann die erforderliche Mehrheit erreichen. Die Dobitschener müssen am 19. Juni noch mal zwischen diesen beiden Kandidaten wählen. Die Wahlbeteiligung liegt bei 44,8 Prozent. Davon sind die Bürger, die zur Verkündung des Ergebnisses kommen, enttäuscht. Die wissen doch alle, worum es geht, sagen einige mit Unverständnis. Laut VG-Wahlleiter Rainer Fieder (Altenburger Land) gab es ansonsten keine Überraschungen.

Die Gewählten, in Klammern Wahlbeteiligung, vorläufige Ergebnisse: VG Altenburger Land: Göhren: Frank Eichhorn, 88,5 Prozent (46,2 Prozent); Göllnitz: Hans-Jürgen Heitsch 100 Prozent (56,8 Prozent); Lumpzig: Torsten Hiller, 84,5 Prozent (38 Prozent); Mehna: Jens Stallmann, 66,5 Prozent (86,9 Prozent); Starkenberg: Wolfram Schlegel, 86,7 Prozent (51,1 Prozent); VG Oberes Sprottental: Heukewalde: Maik Piewak, 75,2 Prozent (85,3 Prozent); Löbichau: Rolf Hermann, 98,9 Prozent (53 Prozent); Posterstein: Stefan Jakubek, 93 Prozent (54,3 Prozent); Thonhausen: André Hupfer, 90,6 Prozent (45,4 Prozent); Vollmershain: Gerd Junghanns, 99,4 Prozent (60 Prozent); Wildenbörten: Gerhard Fischer, 56,4 Prozent (72,5 Prozent).


Cordula Fischer über eine Wahl, die nicht entschieden ist

Stell dir vor, es ist Wahl, und niemand geht hin. Fast so geschehen in Dobitschen.
Geringe Wahlbeteiligung, acht ungültige Stimmen, leere Stimmzettel. Noch nicht einmal die Hälfte der Dobitschener haben den Sonntag genutzt, um einen neuen Gemeindechef zu bestimmen. Insgesamt kann mit diesem Ergebnis der Wahl niemand zufrieden sein. Denn es ist ja nicht so, als ob es für Dobitschen um nichts ginge. Mit Mühe hat der derzeitige Gemeinderat erst vor wenigen Wochen einen Haushalt geschnürt bekommen, um zu verhindern, dass das Land die Entscheidungsgewalt in dem Dorf übernimmt. Große Sprünge freilich kann so auch ein neuer Bürgermeister nicht machen. Das Rad kann er auch nicht neu erfinden.

Letztlich haben in Dobitschen zwei bekannte Namen die meisten Stimmen erhalten. Bernd Franke, amtierender Bürgermeister, und Egon Steinicke. Aber auch der rausgeworfene ehemalige Bürgermeister Olaf Heinke wurde auf 13 Stimmzettel geschrieben. Reicht zwar nicht für eine nächste Amtszeit, aber zeigt, dass doch einige Dobitschener noch an ihn glauben.

Während in den anderen Gemeinden in der Verwaltungsgemeinschaft Altenburger Land die neuen Bürgermeister feststehen, muss Dobitschen nachsitzen. Und es sollte sich jeder Gedanken machen, wohin das Boot und vor allem mit welchem Kapitän steuert. Schließlich fängt politische Meinungsbildung an der Basis an. Also wählen gehen am 19. Juni.


Keine Überraschungen: Alle angetretenen Amtsinhaber wiedergewählt

Alle angetretenen Amtsinhaber wiedergewählt / Ziegelheim mit schlechtester Wahlbeteiligung / Stichwahl in Dobischen

Bei der Wahl der ehrenamtlichen Bürgermeister in Verwaltungsgemeinschaften des Altenburger Landes gab es keine dicken Überraschungen. Alle Amtsinhaber, die kandidierten, wurden wiedergewählt. In Ziegelheim liegt die Wahlbeteiligung gerade mal bei 19,4 Prozent.

Altenburg. Faustdicke Überraschungen hat es bei der Wahl der ehrenamtlichen Bürgermeister nicht gegeben. Dort, wo Amtsinhaber einen Gegenkandidaten hatten, setzte sich stets der bisherige Gemeindechef durch. In den Orten, in denen die Wahlberechtigten bei zwei Kandidaten tatsächlich die Wahl hatten, lag die Wahlbeteiligung deutlich höher als in den Dörfern, in denen es nur einen Bewerber gab. Mit 86,9 Prozent lag die Wahlbeteiligung in Mehna am höchsten. In Ziegelheim gab noch nicht mal jeder fünft seine Stimme ab.

[...] Verwaltungsgemeinschaft Altenburger Land:

In dieser VG ist in sechs Kommunen ein neuer Bürgermeister gesucht worden. Interessant war es gleich in mehreren Gemeinden. In Starkenberg und Mehna standen jeweils zwei Namen auf dem Stimmzettel. In Starkenberg bleibt Wolfram Schlegel (Einzelbewerber) mit 86,7 Prozent der Wählerstimmen ehrenamtlicher Bürgermeister. Sein Mitbewerber Jens Gollub (Einzelbewerber) brachte es auf 13,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,1 Prozent. In Mehna steht künftig Jens Stallmann (Freie Wählervereinigung) an der Spitze der Gemeinde. Zwei Drittel der Wähler stimmten für ihn, ein Drittel für René Vogel (Einzelkandidat).

In Göllnitz schaffte es Amtsinhaber Hans-Jürgen Heitsch (Einzelkandidat), mit 100 Prozent wiedergewählt zu werden. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,8 Prozent.

Torsten Hiller wird in Lumpzig die Geschicke der Gemeinde als Bürgermeister weiterführen. Auf ihn entfielen 84,5 Prozent der abgegebenen Stimmen. Mit 88,5 Prozent der Stimmen wurde in Göhren Frank Eichhorn bei einer Wahlbeteiligung von 46,2 Prozent zum neuen Bürgermeister gewählt.

In Dobitschen gab es keinen Kandidaten. Deshalb konnten die Wähler selbst Vorschläge auf den weißen Stimmzettel schreiben. Bernd Franke und Egon Steinicke haben die meisten Stimmen. Die Entscheidung, wer Gemeindechef wird, fällt am 19. Juni in einer Stichwahl.


  • Weitere Informationen
    • Wahl des Bürgermeisters in der Gemeinde Dobitschen (05.06.2016, 08:00 Uhr)
    • Bürgermeister der Gemeinde Dobitschen
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